Mindestens 27 Tote
Bombenanschläge erschüttern Pakistan
Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag auf den Militärkonvoi - er sei eine Vergeltungsaktion für Angriffe von US-Drohnen. Die Extremisten würden ihre Angriffe auf die Sicherheitskräfte fortsetzen, betonte ein Sprecher des pakistanischen Taliban-Chefs Baitullah Mehsud.
In der Khyber-Stammesregion starben unterdessen vier Menschen bei der ferngesteuerten Zündung eines Sprengsatzes. Nach Angaben des TV-Senders Dawn vermuten die Behörden hinter dem Anschlag eine Fehde zwischen verfeindeten militanten Islamistengruppen.
"Bedrohung für die ganze Welt"
Pakistan wird nach Ansicht des US-Sondergesandten Richard Holbrooke mehr internationale Hilfe als die bei einer Geberkonferenz zugesagten fünf Milliarden Dollar benötigen. Die Schwierigkeiten der pakistanischen Wirtschaft und die Sicherheitsprobleme des Landes seien alles andere als gelöst, sagte Holbrooke am Samstag vor Journalisten in Tokio.
"Die Terroristen in Westpakistan planen weitere Angriffe in der ganzen Welt", so der ehemalige amerikanische Vize-Außenminister und Chefdelegierte bei den Vereinten Nationen. Daher müsse die pakistanische Regierung gestärkt werden, um die Schwierigkeiten in den Stammesgebieten von Waziristan angehen zu können.
Finanzspritze soll das Land stabilisieren
Am Vortag hatte die internationale Gemeinschaft auf einer von der Weltbank organisierten Geberkonferenz in Tokio beschlossen, mit Hilfszusagen über fünf Milliarden Dollar zur Stabilisierung Pakistans beizutragen. Damit wurden die Erwartungen um eine Milliarde Dollar übertroffen. Allein die USA und Japan versprachen jeweils eine Milliarde Dollar, um die angeschlagene Wirtschaft des südasiatischen Landes und den Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen.
Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hob in Tokio hervor, dass der Kampf gegen Terroristen und Aufständische nicht nur eine innere Angelegenheit seines Landes sei. Der Westen befürchtet, dass islamistische Gruppen in Pakistan die Oberhand gewinnen könnten. Die Stabilisierung Pakistans ist zentraler Bestandteil der neuen US-Politik in der Region. Die Einführung des islamischen Rechts im pakistanischen Swat-Tal, mit der Präsident Zardari zuletzt eine zentrale Taliban-Forderung erfüllt hat, wird von den USA missbilligt.
Symbolfoto
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