"Geld her!" Bedrohlich haben die Worte des Räubers geklungen, eine graue Wollmütze mit Sehschlitzen bedeckte sein Gesicht. Sekunden später blickte der Geschäftsführer eines Wettbüros in Eisenstadt in den Lauf einer Pistole. Aus Angst um sein Leben gab Christian H. dem Maskenmann 2.200 Euro aus einer Kassenlade. Doch der Kriminelle wollte mehr - und zwang den Angestellten, den Tresor zu öffnen. Weitere 6.000 Euro streifte der Unbekannte ein. Dann sperrte er den 45-Jährigen in einem Nebenraum ein und flüchtete.
"Wir ermitteln in alle Richtungen"
So schilderte das Opfer, das sich mit einem Tritt gegen die Tür selbst befreien konnte, den Tathergang. Bis vier Uhr in der Früh stand der 45-jährige Niederösterreicher den alarmierten Polizisten Rede und Antwort. Es war bereits der dritte Überfall auf dieses Wettbüro innerhalb von zwei Jahren. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Bezirksinspektor Johann Jagschitz von der Kriminalabteilung Eisenstadt.
Die Fahndung nach dem Räuber blieb bisher ohne Erfolg. Laut Opfer war der Maskenmann 1,90 Meter groß, rund 100 Kilogramm schwer und sprach Deutsch mit Akzent.
Von Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung
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