Absehbares Ende

Obama fordert Exit-Strategie für Afghanistan

Ausland
23.03.2009 08:02
Ungeachtet aller Pläne für eine neue Afghanistan-Strategie schließt US-Präsident Barack Obama auch die Möglichkeit eines Rückzugs nicht aus. "Wir suchen nach einer umfassenden Strategie. Aber wir brauchen auch eine Ausstiegs-Strategie", sagte Obama am Sonntag in der renommierten CBS-Sendung "60 Minutes". Es dürfe nicht das Gefühl aufkommen, dass die USA auf ewig in den Afghanistan-Konflikt hineingezogen würden.

Obama will mit einer neuen Strategie den Vormarsch der Taliban in Afghanistan stoppen. Hauptziel des US-Einsatzes ist es nach seinen Worten sicherzustellen, dass der Taliban-Verbündete, die Terrororganisation Al Kaida, weder "die USA noch US-Interessen oder unsere Verbündete angreifen kann".

"Ziel darf niemals aus den Augen geraten"
Dies könne eine Reihe von weiteren Zielen mit sich bringen, wie etwa stärkere diplomatische Anstrengungen in Pakistan, die Förderung der "wirtschaftlichen Kapazitäten" am Hindukusch oder bessere Absprachen mit den Verbündeten. Doch dabei dürfe das eigentliche Ziel niemals aus den Augen geraten.

Obama verteidigte seine Entscheidung, die Zahl der US-Truppen in Afghanistan deutlich aufzustocken. Er denke, es sei die richtige Entscheidung gewesen. Aber sie sei ihm schwergefallen, da sie noch vor Abschluss der neuen Strategie getroffen werden musste.

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