Gefährliche Geburt

Schwangere trotz Wehen von Klinik abgewiesen

Oberösterreich
22.03.2009 11:53
"Sie können sowieso nicht kommen, wir sind voll!" Der werdende Vater Andreas Pfeiffer (31, Bild) aus Alberndorf traute seinen Ohren nicht, als eine Hebamme der Linzer Frauenklinik am Telefon abblockte. Seine Frau Sabine (30) hatte Wehen und war durch Blutverlust geschwächt. Erst beim dritten Spital hatte er Glück.

"Ich war total baff, dass die uns nicht nehmen wollten. Der Sabine ging es schlecht, ich war sehr nervös", erzählt Andreas Pfeiffer von der aufregendsten Nacht seines Lebens. Seine Frau bekam ihr erstes Kind, und dem Baby Julia geht es mittlerweile gut. Aber die Geburt lief alles andere als "sanft" ab. Denn nachdem die beiden von der Frauenklinik abgewiesen worden waren, gab es auch bei den Barmherzigen Brüdern keinen Platz für eine junge Mutter in den Wehen.

Geburt mit Komplikationen
Pfeiffer ist sauer: "In der Frauenklinik waren wir gemeldet, hatten dort alle Untersuchungen gemacht." Freistadt endlich nahm die Schwangere auf, doch sie hatte viel Blut verloren, war bei der Geburt bewusstlos!

Klinik kann Vorfall nicht klären
Oberarzt Georg Obermayr von der Linzer Frauenklinik räumt ein: "Natürlich hätte die Frau aufgenommen werden müssen." Aber weil Pfeiffer den Namen der Hebamme nicht wisse, könne er den Vorfall nicht abklären.

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