"Boni wie Konfetti"
Affäre um AIG-Bonuszahlungen weitet sich aus
Bonuszahlungen seien wie Konfetti an Angestellte von AIG ausgeschüttet worden, sagte Blumenthal. Aus den Dokumenten gehe hervor, dass 73 Personen jeweils mindestens eine Million Dollar erhalten hätten. Fünf von ihnen hätten Boni von mehr als vier Millionen Dollar bekommen. Die neuen Zahlen würden "den gerechtfertigten Zorn und Abscheu, den die Menschen empfinden", weiter anheizen, erklärte Blumenthal.
Er verlange Aufklärung von AIG, weshalb offenkundig deutlich mehr Boni gezahlt worden seien als bisher von dem Konzern angegeben, sagte Blumenthal der Nachrichtenagentur AP. AIG-Sprecher Mark Herr wollte zu den Angaben am Samstag nicht Stellung nehmen.
Kongress schiebt Bonuszahlungen Riegel vor
Der US-Kongress will indes Bonuszahlungen für Manager maroder und vom Staat unterstützter Unternehmen einen Riegel vorschieben. Das Repräsentantenhaus stimmte am Donnerstag mit 328 zu 93 Stimmen für ein Gesetz, wonach 90 Prozent dieser Sonderzahlungen unter bestimmten Voraussetzungen als Steuer an den Staat fallen sollen. Die Regelung soll rückwirkend zum Jahresanfang gelten (siehe Infobox).
Obama will "deutliches Signal für die Manager" setzen
Im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments, steht ein ähnlicher Gesetzentwurf wie im Repräsentantenhaus zur Abstimmung an. Präsident Barack Obama kündigte an, die Initiative gegen die Bonuszahlungen im Grundsatz zu unterstützen. "Dies wird ein deutliches Signal für die Manager dieser Firmen sein, dass solche Zahlungen nicht geduldet werden", erklärte Obama. Das Gesetzesvorhaben spiegele die berechtigte Empörung über die verschwenderischen Boni wieder.
An seinem wegen des AIG-Bonusskandals umstrittenen Finanzminister Timothy Geithner will der US-Präsident weiter festhalten. Sollte Geithner seinen Rücktritt anbieten, würde er dies nicht akzeptieren, sagte Obama laut vorab veröffentlichen Auszügen eines Interviews mit dem Sender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Allerdings hätten werde er noch Geithner dessen Rückzug erwogen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.