Weltbankchef warnt
Weltwirtschaft schrumpft um bis zu zwei Prozent
Zoellick warnte vor den dramatischen Auswirkungen des Abschwungs insbesondere für ärmere Länder. Die Weltbank gehe davon aus, dass dieses Jahr bis zu 400.000 Kleinkinder durch indirekte Folgen der Wirtschaftskrise sterben würden. "Wenn es nicht genug Essen für die Kinder in ihren jungen Jahren gibt, verlieren wir eine ganze Generation", mahnte der Weltbankchef zwei Wochen vor dem Weltwirtschaftsgipfel am 2. April in London.
Zugleich forderte Zoellick die 20 wichtigsten Schwellen- und Industrieländer (G-20) auf, sich beim Weltwirtschaftsgipfel mit weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der globalen Wirtschaft zu beschäftigen. Es sei gefährlich, zu wenig zu tun oder zu spät zu handeln, sagte er. Die Staaten sollten ein Überwachungssystem einrichten, um die Wirksamkeit der beschlossenen Konjunkturpakete zu prüfen. Bei Bedarf müssten die Länder dann 2010 nachlegen, forderte Zoellick.
Zur Unterstützung der unter der Wirtschaftskrise leidenden Entwicklungsländer schlägt Zoellick die Abgabe eines Prozents der milliardenschweren Konjunkturprogramme der Industriestaaten vor. Wenn Geberländer nur jeweils die Summe von einem Prozent ihrer Finanzpakete in neue Entwicklungshilfe steckten, kämen bis zu 15 Milliarden Dollar (11 Milliarden Euro) zusammen. Das Geld könnte etwa für Nahrungsmittelprogramme oder zum Straßenbau eingesetzt werden.
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