Frühlingsanfang

Schön wird es wohl erst im April

Oberösterreich
21.03.2009 10:50
Petrus, erbarme dich! Den Frühling gibts nur am Kalender und in Glashäusern. Doch die 180 Gärtner Oberösterreichs bleiben auf den Frühlings-Blumen sitzen, weil das kaltfeuchte Wetter die Gartl-Lust bremst. Und Hoffnung auf Besserung bringt erst der April.

"Heuer kommt uns der Winter so lang und grauslich vor, weil es noch keine Wärmeperioden gab", erklärt Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie. Der März ist sehr "durchschnittlich", aber Temperatur und Niederschläge sind ungünstig verteilt. Derzeit ist es aber etwa drei Grad zu kalt. "Es ist aber möglich, dass wir vor Ostern noch die 20-Grad-Marke knacken. Aber in der kommenden Woche sind noch vereinzelte Schneefälle bis in die Niederungen angesagt", so Ohms.

Landwirte besonders "sonnenhungrig"
Ganz Oberösterreich wartet auf die Sonne. Besonders die Landwirte scharren in den Startlöchern. "Wir sollten dringend düngen, die Güllegruben werden schon langsam voll und die Sommergerste sollte angebaut werden. Noch ist es aber nicht dramatisch", so Martin Beck von der Landwirtschaftskammer.  Auch 7000 oberösterreichische Imker warten sehnsüchtig auf Sonne, Blüten und Nektar für ihre 80.000 Bienenvölker. Sie konnten heuer zwar schon ihren Reinigungsflug absolvieren, finden aber noch keine Nahrung. "Die Verluste werden bei etwa zehn Prozent liegen. Das ist normal. Aber nun drohen auch einzelne Völker zu verhungern", sagt Imkermeister Friedrich Gallistl.

Genügend Futter finden die Bienen erst, wenn Landesgärtnermeister Dietmar Bergmoser aus Frankenmarkt und seine Kollegen endlich ihre Ware los werden.

Von M. Schütz, "OÖ-Krone"

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