Präsidentenwahl
Reformer Khatami zieht Kandidatur zurück
Bisher haben Moussavi und der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karubi, die beide als als gemäßigt gelten, ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl am 12. Juni angemeldet. "Bei Wahlen geht es darum, zu gewinnen, und ich glaube wirklich, dass Moussavi die Unterstützung der Wähler gewinnen kann", sagte Khatami nach Beratungen mit seiner reformorientierten Gruppierung MRM in Teheran. Der frühere Präsident rief zu "freien und fairen" Wahlen auf.
Moussavi hatte vergangene Woche überraschend bekanntgegeben, dass er auch kandidieren will. Politische Beobachter hatten befürchtet, dass mehrere reformorientierte Kandidaten die Chancen des amtierenden konservativen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad steigern könnten. Moussavi und Khatami haben ähnliche politische Ansichten, doch gilt der Ex-Präsident als charismatischer.
Ahmadinejad-Kandidatur ungewiss
Der oberste geistliche Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, hatte sich in den vergangenen Monaten mehrfach zugunsten des Amtsinhabers Mahmoud Ahmadinejad ausgesprochen. Dieser hat sich bisher jedoch nicht öffentlich dazu geäußert, ob er wieder antreten will. Der als reformorientiert geltende Khatami war von 1997 bis 2005 iranischer Staatschef.
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