Bio-Beet statt Rasen

Obamas bald Biobauern im Weißen Haus?

Ausland
12.03.2009 14:28
US-Präsident Barack Obama - im Bild beim Gemüseeinkauf im letzten Urlaub auf Hawaii - und seine Familie sollen nach dem Willen Zehntausender Menschen auch beim Bio-Anbau mit gutem Beispiel voran gehen: Fast 85.000 Menschen haben bereits eine Online-Petition unterzeichnet, in der gefordert wird, dass ein Teil der ausladenden Rasenfläche des Weißen Hauses in ein Bio-Gemüsebeet umgewandelt werden soll. Das Gemüse solle auch an Bedürftige verteilt werden.

Die Idee habe er schon mit Beratern von First Lady Michelle Obama besprochen, sagte Initiator Roger Doiron. Sie hätten sich zwar zunächst zu nichts verpflichtet, aber "sehr gute Fragen gestellt" und dabei gezeigt, dass sie sich über die Zündwirkung der Initiative durchaus bewusst seien.

Schon jetzt hat Doirons Vorschlag Wellen geschlagen: Die Stadt Kingston im US-Bundesstaat New York will vor dem Rathaus einen Gemüsegarten anlegen, in Flint (Michigan) widmete der Stadtrat eine 300 Quadratmeter große Fläche mitten im Verwaltungs-Komplex zu einem Gemüseacker um.

Zuletzt hatte 1943 Präsidentengattin Eleanor Roosevelt im Garten des Weißen Hauses einen Gemüsegarten bewirtschaftet. "Es herrschte Krieg, es herrschte eine Wirtschaftskrise, und die Amerikaner erwarteten vom Weißen Haus Führungskraft", sagte Doiron.

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