Bald "Silberfuchs"?

6 Wochen im Amt: Obama hat erste graue Haare

Ausland
05.03.2009 16:47
Erst sechs Wochen im Weißen Haus und schon graue Strähnen - das Amt des US-Präsidenten scheint Barack Obama schwer zuzusetzen. US-Medien von der "New York Times" bis zum TV-Sender "Fox News" zeigten am Donnerstag Bilder über den rapide zunehmenden silbrigen Glanz an den Schläfen des 47-Jährigen. "Nun, das dauerte nicht lange", schreibt die New York Times" auf der Titelseite mit kaum verhohlenem Staunen. "Nur 44 Tage im Job und schon wird Präsident Obama grau." So schnell sei das bei seinen Vorgängern doch nicht gegangen.

Auch die "Washington Post" widmet sich ausführlich den neuen Schattierungen auf dem präsidialen Haupt. "Es ist nicht furchtbar viel Grau", zitiert das Blatt Obamas Leibfrisör, "aber er hat ein paar Strähnen." Spekulationen, der silbrige Glanz könnte eigens eingefärbt sein, um dem ansonsten eher jugendlich wirkenden Präsidenten in den gegenwärtig schweren Zeiten einen Hauch von mehr Reife und Autorität zu verleihen, weist der Coiffeur empört zurück. "Ich kann ihnen versichern, sein Haare sind hundert Prozent echt", erklärte der Figaro, dessen Name lediglich als Zariff angegeben wurde. Er würde Färben glatt ablehnen.

Clintons Nachfolger als "Silberfuchs"?
In der Ursachenforschung herrscht seltene Einigkeit unter den Medien: Die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise, die taumelnde US-Autoindustrie sowie der Krieg in Afghanistan - Grund zum Sorgenmachen habe der Präsident genug. Dabei hat Obama das Phänomen bereits im Wahlkampf offen angesprochen. "Die Leute haben bemerkt, dass ich viel mehr graue Haare habe als vor Beginn meiner Kampagne", bemerkte er schon im vergangenen Sommer, "und das Grau kommt schnell." Auch etwa Bill Clinton, der 1993 mit jugendlicher Aura das Präsidentenamt angetreten hatte, sei im Weißen Haus zum "Silberfuchs" mutiert - allerdings habe er dazu zwei volle Amtsjahre gebraucht, wie die "New York Times" vermerkte.

Familienfreuden in Zeiten der Krise
Keine zwei Amtsjahre gedauert, aber auch keine grauen Haare verursacht hat dagegen Obamas gelungener Versuch, seinen beiden Töchtern mit einem eigenen Spielplatz vor dem Weißen Haus eine Freude zu machen. Als die Töchter von US-Präsident Barack Obama, Malia und Sasha, am Mittwoch aus der Schule kamen, erwartete sie im Garten unter anderem eine Rutsche, eine Schaukel und ein Klettergerüst. Die zur Vorstellung des Spielplatzes eigens geladenen Fotografen wurden jedoch enttäuscht - sie bekamen weder die zehnjährige Malia noch ihre drei Jahre jüngere Schwester zu Gesicht.

Vertreter des Personals berichteten jedoch, die beiden hätten ihre neue Abenteuerwelt mit Freudenschreien begrüßt. Auf ein weiteres Geschenk warten Malia und Sasha indes noch: Barack Obama hatte ihnen nach seiner Wahl auch einen Hund versprochen.

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