So, 19. August 2018

Unbekannte Welten

03.02.2009 15:02

Abtauchen mit Google Earth 5.0

Pack die Badehose ein! So oder ähnlich möchte der Google-Earth-Fan angesichts der neuen Version 5.0 des Programms rufen. Denn mit Google Earth (GE) geht es ab ins Wasser. Ob Abtauchen in die Tiefseegräben unseres Planeten oder Infos, Bilder und Filme zum Meer und seinen Bewohnern: Die Erweiterung bietet eine riesige neue Welt, die es zu erkunden gilt.

Wo bisher an der Wasseroberfläche Schluss war, bemerkt der aufmerksame Nutzer gleich beim ersten Abchecken der neuen Version, dass hier etwas anders ist. Die Wasseroberfläche zeigt GE diesmal nämlich animiert. Zoomt der Interessierte dann noch weiter, befindet er sich plötzlich unter Wasser. Hier lassen sich in der neuen 3D-Landschaft "unterseeische" Gebirge erklimmen und die Beschaffenheit des Meeresgrundes erkunden.

Filme von Jacques Cousteau
Auch an der Wasseroberfläche gibt es zahlreiche Neuerungen: Dort zeigt Google in der Version 5.0 der Satelliten-Software Informationen in Filmen, Texten und Bildern aus 20 Kategorien zum Lebensraum Meer. Entstanden sind diese in der Zusammenarbeit mit mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen wie der National Geographic Society. Besonders spannend sind auch die Unterwasseraufnahmen, unter denen sich sogar ungesehenes Material des französischen Meeresforschers Jacques Cousteau findet.

"Dead Zones" und Schutzgebiete
In den 20 angezeigten Kategorien werden zum Beispiel Umweltprobleme wie sogenannte "Dead Zones", in denen nichts mehr leben kann, gezeigt, aber auch Meeresschutzgebiete sowie die Lebensräume bestimmter Meeresbewohner. Auch die Position einiger Tiere, die zu Forschungszwecken mit Sendern markiert wurden, kann der User orten. Abseits der Biologie der Ozeane nimmt sich GE 5.0 auch der Positionen von Wracks an. Und für Wassersportler gibt es die besten Surf- und Tauchspots inklusive Fotos und Beschreibungen von Partnerseiten wie "wannasurf.com" und "wannadive.net".

Meer versus Mars
Wer von den virtuellen Tauchreisen in den Ozeanen dann genug hat, kann einfach per Mausklick auf den Mars weiterreisen. Neu ist daran, dass nun auch die Marsoberfläche in 3D dargestellt wird. Unterstützt mit zahlreichen Fotos, die der Marsbesucher über die Texturen legen kann, sowie von zahlreichen Bildern der bisherigen Marsmissionen birgt Google Earth 5.0 auch im Weltraum bisher ungeahnten Detailreichtum.

Virtuelle Zeitreisen
Für die Landmasse der Erde hat die neue Software übrigens eine virtuelle Zeitreisefunktion auf Lager. Durch die Einbindung alter Satellitenbilder kann so zum Beispiel der Bau der deutschen WM-Stadien für 2006 angesehen werden. Die Zeitreisen, die am weitesten zurückgehen, gibt es von amerikanischen Städten und reichen bis in das Jahr 1945.

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