So, 19. August 2018

Cyber-Raub

02.02.2009 17:17

Mutmaßlicher Diebstahl in Onlinegame

Ein Diebstahl im virtuellen Universum von Gameforges "Metin 2": geklaut wurden laut "Spiegel" Phoenixschuhe, Himmelstränenarmbänder, Siamesenmesser und weitere Items sowie sieben Millionen Yang, der Währung des Multiplayer-Onlinegames. Der deutsche Gamer, dem diese Gegenstände abhanden gekommen waren, erstattete Anzeige bei der Bochumer Polizei. Diese ermittelt jetzt - wie sie sagt - im Cyberspace.

Der "Metin 2"-Zocker, der nach eigener Auskunft bereits 1.000 reale Euro in seinen Avatar gesteckt hatte, geht davon aus, dass ein Hacker ihm sein Inventar und sein Spielgeld geklaut hat.

Obwohl eine Anzeige wegen Diebstahls hier nahe liegen würde, wird der Gamer damit jedoch nicht durchkommen. Denn die Definition des Diebstahlsdelikts im deutschen Strafgesetzbuch spricht "von einer fremden beweglichen Sache", die weggenommen werde. Laut juristischer Auffassung könne es sich dabei aber nur um greifbare Güter handeln. Für virtuelle Siamesenmesser gilt das Gesetz also nicht.

Die Polizei ermittelt nun trotzdem, allerdings wegen dem Ausspähen, Abfangen und Verändern von Daten. Auch diese Delikte sind mit Geldstrafen beziehungsweise einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bedroht. Derzeit klären die Beamten gerade, ob tatsächlich ein Hacker hinter der Tat steckt, oder nur die Gameserver von Gameforge eine Fehlfunktion hatten. Laut einem Polizeisprecher verwies die Betreiberfirma bisher jedoch nur auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese schließen nämlich eine Haftung für virtuelle Schäden durch technische Probleme aus.

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