Endlich ein neuer Shooter aus der Medal of Honor Reihe: Nach dem hervorragenden Frontline kommt jetzt Rising Sun. Der Kriegsschauplatz wurde diesmal in die Pazifik-Region verlegt. Ansonsten bietet das Spiel viele Parallelen zum Vorgänger, ohne dessen Klasse zu erreichen.
Das Spiel beginnt rasant: Die Japaner greifenPearl Harbor an und unser US-Matrose ist mittendrin. Im erstenLevel muss er aus dem brennenden Schiff flüchten und dannmit einer Flak-Kanone die feindlichen Flugzeuge aufs Korn nehmen.Die restlichen Missionen sind dann aber 0815-Shooterkost.
Die Schwächen des Titels offenbaren sich imGameplay: Anders als beim Vorgänger sind die Maps teilweiseunüberschaubar. In Verbindung mit unklaren Missions-Briefingskommt des öfteren Ratlosigkeit auf. Rätsel gibt auchdie KI der Gegner auf: Während einige geschickt feuern undin Deckung geben, bleiben andere wie erstarrt stehen. Wenig ausgereiftauch das Schadensmodell: Ein Kopfschuss bewirkt beim Gegner kaumanderes als ein Treffer am kleinen Zeh.
Trotzdem hat das Rising Sun viele erfrischend positiveAspekte. Wie beim Vorgänger ist das WW2-Szenario akribischgenau umgesetzt. Die Soundkulisse, die Waffen, historische Videosund Briefe aus der Heimat sorgen für dichte Atmosphäre.Immer wieder nehmen die Missionen überraschende Wendungen,was für Abwechslung sorgt.
Grafisch ist das Spiel zweckmäßig, ohnedie Fähigkeiten der Xbox auszureizen. Die PS2-Version hinktda in fast nichts nach. Alles in allem steckt in Rising Sun vielPotential, wobei aber einige Gameplay-Mängel den Spielspaßtrüben. Einige Monate mehr Entwicklungszeit hätten demTitel sicher gut getan. Trotzdem ist Rising Sun für Fansdes Genres annehmbar.
System: Xbox, PS2, NGC Publisher: Electronic Arts Krone.at-Testurteil: 70 Prozent
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