Tod auf der Tribüne
Sechsjähriger bei Monster-Truck-Show getötet
Während der Vorführung am Freitag war nach Angaben von Augenzeugen einer der Trucks im Kreis gefahren und plötzlich auseinandergebrochen, Metallteile wurden daraufhin bis zu 15 Meter weit über eine Sicherheitsabsperrung geschleudert. Eines davon traf Sebastian am Kopf – der Bub war sofort tot.
Die Show wurde nach dem tragischen Zwischenfall allerdings fortgesetzt, kaum jemand bekam etwas davon mit. Die Polizei nahm aber noch währenddessen Ermittlungen auf. Ersten Ergebnissen zufolge brach die Antriebswelle des neun Tonnen schweren Unglückstrucks, das Teil, das Sebastian am Kopf traf, dürfte etwa fünf Kilo schwer gewesen sein. Der Bub saß auf der Tribüne in etwa siebeneinhalb Metern Höhe über der Piste, auf der die Fahrzeuge ihre Runden drehen und verschrottete Autos plattwalzen.
Unglückstruck wurde vorher abgeschleppt
Laut dem Vater des Buben hatte der Unglückstruck schon vor dem folgenschweren Gebrechen Probleme. „Dem Fahrer war der Motor abgestorben und ließ sich offensichtlich nicht mehr starten. Sie schleppten ihn ab, aber ein paar Minuten später war er wieder auf der Piste.“ Ob das mit dem späteren Schaden zu tun haben könnte, müssen die Ermittler und Sachverständigen herausfinden.
Im Tacoma Dome will man indes bereits geplante und ausverkaufte Shows weiterhin austragen. „Der fehlerhafte Truck und das dazugehörige Team wurden aus dem Programm genommen. Es besteht somit keine Gefahr“, wird ein Sprecher des Veranstalters von der Associated Press zitiert.
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