Auf der Twitter-Seite des designierten US-Präsidenten Barack Obama wurden Besucher aufgefordert, einen Link anzuklicken, um an einer Umfrage über den Politiker teilzunehmen. Teilnehmer sollten angeblich 500 Dollar gewinnen können. Obama hatte im Wahlkampf seine Helfer und Anhänger mit Twitter-Kurznachrichten auf dem Laufenden gehalten und zum Wählen animiert. Die Seite war zuletzt am Tag des Wahlsiegs im November aktualisiert worden.
Auf der Seite von Sängerin Britney Spears erschien ein obszöner Kommentar über ihre Genitalien. Dem CNN-Moderator Rick Sanchez legte man in den Mund, er sei von Crack bedröhnt und komme daher vielleicht nicht zur Arbeit. Auf der Seite des konservativen TV-Senders Fox hieß es, ein Moderator sei schwul. Betroffen waren auch die Nutzerkonten von Unternehmen wie Facebook und dem einflussreichen Blog "Huffington Post".
Beim Angreifer handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um einen einzelnen Hacker. Er habe sich Zugang zum Benutzerkonto eines Twitter-Mitarbeiters verschafft, erklärte Mitgründer Biz Stone dem amerikanischen Fachmagazin "Wired". Damit hatte er Zugang zur Software des Kundendienstes, die Veränderungen an den Daten von Nutzern ermöglicht. Die Übernahme des Kontos sei über eine sogenannte Wörterbuch-Attacke erfolgt, erklärte Stone. Der Angreifer probiert dabei alle Einträge eines Lexikons durch, um das Passwort zu erraten.
Über Twitter können angemeldete Nutzer Texte in SMS-Länge verschicken, die zumeist auch öffentlich übers Internet lesbar sind. Daher spricht man auch von Micro-Blogging. Twitter wurde 2006 gegründet und hat nach verschiedenen Schätzungen zwischen drei und fünf Millionen Nutzer weltweit.
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