"Der Begriff Schulden ist für die Kärntner Wahlberechtigten negativ besetzt", heißt es in der vom BZÖ in Auftrag gegebenen OGM-Studie. 58 Prozent der Kärntner sprechen sich fürs Sparen und gegen zusätzliche Ausgaben aus, nur 35 Prozent plädieren dafür, zur Abfederung der Wirtschaftskrise neue Schulden einzugehen.
Sparen und Schulden vermeiden
Eine überraschende Antwort, aber ein für die Meinungsforscher durchaus nachvollziehbares Verhalten: "Wenn die Zeiten schlechter werden, müssen die Haushalte bei ihren eigenen Ausgaben sparen und neue Kredite oder Schulden vermeiden."
Arbeitsplätze erhalten und schaffen
Die Parteien überbieten sich jedoch derzeit bei den Millionen-Paketen, mit denen die Wirtschaft gestützt werden sollen. Wie lässt sich das mit der Einstellung der Kärntner vereinbaren? "Arbeit schaffen heißt auch Werte schaffen", meint Landeshauptmann Gerhard Dörfler. "Und in den Jahren 2009 und 2010 werden wir alles unternehmen müssen, um neue Arbeitsplätze in Kärnten zu schaffen und bestehende zu erhalten."
Kräfte bündeln
Dazu müsse man alle Kräfte bündeln und öffentliche Investitionen vorziehen, so Dörfler. "Wenn der Koralmtunnel gebaut wird oder ein Kindergarten und eine Schule zusammengelegt werden, um Energie zu sparen, dann ist das nicht eine Investition um der Investition willen, sondern das ist ein volkswirtschaftlich bleibender Wert."
Arbeitsplätze liegen Kärntnern am Herzen
Sichere Arbeitsplätze liegen auch den sparsamen Kärntnern am Herzen: Für 42 Prozent sind Förderungen für Betriebe, die in Kärnten investieren und Arbeitsplätze schaffen, das wichtigste Anliegen. Nur 16 Prozent sehen den Ausbau der inneren Sicherheit und die Verringerung der Kriminalität als vordringlich an. Ebenfalls 16 Prozent nennen als wichtigstes Anliegen den Umstieg auf alternative Energie, 15 Prozent den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen.
Einmalzahlungen an Arme
Nur neun Prozent - und das wird Dörfler und Co. wohl am meisten überraschen - plädieren für Einmal-Zahlungen an die Einkommensschwächsten als Hilfe gegen die Krise.
von Waltraud Dengel, Kärntner Krone
Symbolbild
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