Nach Milch-Skandal

Nudeln aus China künftig ohne Brandschutzmittel

Ausland
16.12.2008 16:58
Im Bemühen um ein besseres Image nach dem Melamin-Skandal haben die chinesischen Behörden erstmals eine Liste von 17 Chemikalien veröffentlicht, die nicht mehr in Nahrungsmitteln enthalten sein dürfen. Wer also nicht wusste, dass in China Brandschutzmittel zur Herstellung von Nudeln verwendet wurden, weißt jetzt, dass es künftig verboten sein wird, Borsäure in Teigwaren zu geben…

Der auch als Insektizid und Brandschutzmittel eingesetzte Stoff wurde bisher dazu benutzt, den Teig elastischer zu machen. Auch das als Desinfektionsmittel bekannte Formaldehyd darf künftig nicht mehr benutzt werden, um Meeresfrüchte besser aussehen zu lassen.

Die Bekanntmachung verbotener Lebensmittelzusätze ist Teil einer seit vier Monaten andauernden Kampagne der Regierung zur Aufbesserung ihres Images nach dem Melamin-Skandal. Der Liste zufolge darf künftig auch kein Natriumthiocyanat mehr als Konservierungsmittel für Milchprodukte verwendet werden. Die Chemikalie stammt eigentlich aus der Textilproduktion. Weitere verbotene Substanzen: Bleichlauge, die bei Fertig-Eintöpfen verwendet wurde und eine Reihe von künstlichen Aromen und chemische Färbemittel, die man etwa in Chili-Pulver findet.

Fast 300.000 Kinder durch Melamin-Milch erkrankt
Der Melamin-Skandal hat den Ruf der chinesischen Lebensmittelindustrie schwer geschädigt: 294.000 Kinder erkrankten nach Regierungsangaben in diesem Jahr in China an mit Melamin verseuchten Milchprodukten, sechs Säuglinge starben. Auch in zahlreichen ins Ausland exportierten Produkten wurden Spuren der giftigen Chemikalie gefunden. Durch die Beimischung von Melamin kann ein höherer Eiweißgehalt vorgetäuscht werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
16.12.2008 16:58
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung