Nach Milch-Skandal
Nudeln aus China künftig ohne Brandschutzmittel
Der auch als Insektizid und Brandschutzmittel eingesetzte Stoff wurde bisher dazu benutzt, den Teig elastischer zu machen. Auch das als Desinfektionsmittel bekannte Formaldehyd darf künftig nicht mehr benutzt werden, um Meeresfrüchte besser aussehen zu lassen.
Die Bekanntmachung verbotener Lebensmittelzusätze ist Teil einer seit vier Monaten andauernden Kampagne der Regierung zur Aufbesserung ihres Images nach dem Melamin-Skandal. Der Liste zufolge darf künftig auch kein Natriumthiocyanat mehr als Konservierungsmittel für Milchprodukte verwendet werden. Die Chemikalie stammt eigentlich aus der Textilproduktion. Weitere verbotene Substanzen: Bleichlauge, die bei Fertig-Eintöpfen verwendet wurde und eine Reihe von künstlichen Aromen und chemische Färbemittel, die man etwa in Chili-Pulver findet.
Fast 300.000 Kinder durch Melamin-Milch erkrankt
Der Melamin-Skandal hat den Ruf der chinesischen Lebensmittelindustrie schwer geschädigt: 294.000 Kinder erkrankten nach Regierungsangaben in diesem Jahr in China an mit Melamin verseuchten Milchprodukten, sechs Säuglinge starben. Auch in zahlreichen ins Ausland exportierten Produkten wurden Spuren der giftigen Chemikalie gefunden. Durch die Beimischung von Melamin kann ein höherer Eiweißgehalt vorgetäuscht werden.
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