Checkliste gekürzt
Piloten sollen mit schuld an Madrid-Crash sein
Sie seien in Eile gewesen, da die Maschine mehr als eine Stunde Verspätung hatte, schreibt "El País". Um sich eine Startfreigabe zu reservieren, hätten die Piloten die vor dem Start übliche Serie technischer Überprüfungen verkürzt. Das Alarmsystem, das die Cockpit-Besatzung normalerweise wegen der nicht korrekten Position der Starthilfen hätte warnen müssen, funktionierte zudem nicht.
Eine Kette an menschlichen und technischen Fehlern habe zu der Flugzeugkatastrophe geführt, berichtet die Zeitung. In den Blackbox-Aufzeichnungen sei zu hören, dass die beiden Piloten schnell entscheiden mussten, ob sie den frei gewordenen Slot nehmen würden. Worte wie "Vorteil" und "nützen" seien in der Konversation gefallen. Auf der Checkliste wurde möglicherweise auch der Test des Querruders ausgelassen, heißt es.
Auf die Frage, warum man Piloten vor solche Entscheidungen stellt, meinte ein nicht namentlich genannter "Insider" gegenüber El País: "Warum vergisst ein Chirurg ein Operationstuch in einem Patienten? Weil er ein Mensch ist! Wir alle machen Fehler." Nach wie vor steht im Raum, ob ein Triebwerk der Maschine funktionsgestört war.
Pilot und Kopilot unter den Opfern
Der Pilot und sein Kopilot waren bei dem Unglück am 20. August unter den Toten. 18 Insassen der Maschine überlebten schwer verletzt. Das Flugzeug vom Typ MD-82 war unmittelbar nach dem Start vom Madrider Flughafen abgestürzt.
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