Südamerika-Tour
Betancourt kämpft mit Promis für Freilassungen
Zugleich versuchte Betancourt, den Geiseln Mut zu machen. "Weihnachten nähert sich, und ich kenne den Schmerz, der sich wie ein Pfeil in einen bohrt. Ich habe Gott gebeten, dass dies das letzte Weihnachten sei, dass Sie in Gefangenschaft verbringen", sagte Betancourt. Am 2. Juli war sie mit Hilfe eines gewagten Täuschungsmanövers der kolumbianischen Streitkräfte befreit worden. "Der lateinamerikanische Kontinent wird sich für die Freiheit von Ihnen allen einsetzen", fügte Betancourt hinzu.
Betancourt reist derzeit durch mehrere lateinamerikanische Staaten, um für einen Einsatz bei der Bemühung um die Freilassung aller etwa 3.000 Entführungsopfer in Kolumbien zu werben. Linke Rebellen, rechte Paramilitärs sowie unpolitische Verbrecherbanden fordern hohe Lösegelder für die Freilassung der Entführten.
Erstmals seit Befreiung wieder in Kolumbien
Am Freitag war Betancourt erstmals seit ihrer Befreiung wieder in ihre kolumbianische Heimat zurückgekehrt und von dort aus nach Ecuador und Argentinien gereist. Dort traf sie im Präsidentenpalast Casa Rosada auch kurz mit dem US-Popstar Madonna zusammen, der sich auf einer Konzerttournee befindet. Weitere Stationen der Reise Betancourts sind Peru, Chile, Brasilien, Bolivien und Venezuela.
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