So, 21. Oktober 2018

Let there be Rock

12.11.2003 16:16

Machinehead mit gelungenem Neustart

Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre war es, als eine wahre Techno-Welle übelsten Aumaßes über die europäischen Charts herein stürzte. Fast logisch, dass es da auch eine Gegenrichtung geben musste: Rage against the Machine, Soundgarden, Nirvana waren einige der Contra-Epigonen. Aber es ging noch wesentlich härter - und in diesem Eck wurde eine Band namens Machinehead groß. Riesig. Massiv erfolgreich. Und just diese Machinehead versuchen jetzt, mit ihrem 5. Studioalbum einen Neustart.
"Dieses Album fühlt sich wie ein Neustartan", erklärt Drummer Dave McClain. "Zuletzt waren wir nureine von vielen Bands, die von der Musikindustrie aufgefressenwurden - keine Single, kein Video das on Air ging, und auch derTour-Support war schwach." Das mag für europäische Fanseigenartig klingen, waren Machinehead diesseits des Atlantik dochauch mit dem letzten Album "Supercharger" noch immer Superstars.Allein, in den USA sind Hip Hop, Soul und R&B-Faserschmeichlerderzeit wesentlich angesagter und so wird das Leben für härterBands, im Speziellen Metal-Bands, immer schwieriger.
 
Für Machinehead war diese unbefriedigende Situationaber fast wie eine Erlösung: "Wir hatten plötzlich diese'nichts mehr zu verlieren'-Mentalität und das brachte unsan den Punkt zurück, an dem wir vor einem Jahrzehnt begonnenhaben." Und weiter: "Wir wussten plötzlich wieder genau waswir wollten und wen wir wollten".
 
Das Ergebnis: "Through the Ashes of Empire" klingtwieder so roh, brutal und massiv wie das erster Album von Machinehead.Das Verhätlnis zwischen schweren Riffs, mächtigen Drum-Wänden,Shouts und Gesang stimmt. Ein Album das rundherum einfach Spaßmacht und dem Nu-Metal-Trend nicht nur bewusst, sondern auch erfolgreichentgegenwerkt. Ob es radiotauglich genug für die USA ist?Ganz ehrlich: welchen Fan interessiert das?

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