Mega-Prämien

Porsche-Vorstand kassiert 143,5 Millionen Euro

Ausland
26.11.2008 14:09
Die Absatzkrise in der Automobilindustrie trifft nun auch den erfolgsverwöhnten deutschen Sportwagenhersteller Porsche. Und obwohl die Verkaufszahlen des Stuttgarter Konzerns seit dem Sommer eingebrochen sind und der Umsatz schrumpft, hat sich der sechsköpfige Vorstand des Autobauers für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 Vergütungen in der Höhe von 143,5 Millionen Euro genehmigt – fast 30 Prozent mehr als im Jahr davor.

Wie Porsche am Mittwoch mitteilte, seien in den Monaten August bis November weltweit nur noch 25.200 Autos ausgeliefert worden - gegenüber 30.700 verkauften Fahrzeugen im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz schmolz in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 (31. Juli) auf etwa zwei Milliarden Euro von 2,36 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Details zur Geschäftsentwicklung will Porsche Mitte Dezember nennen. 

Produktion wird zurückgefahren
Wegen des Absatzeinbruchs fährt Porsche wie andere Autohersteller in den kommenden Monaten die Produktion zurück und lässt tageweise die Bänder stillstehen, um nicht auf Halde zu produzieren. Im Stammwerk Zuffenhausen stand die Produktion erstmals am vergangenen Freitag still. Bis Ende Jänner 2009 werde es sieben weitere Ausfalltage geben, so das Unternehmen. Da die Arbeitszeitkonten der Porsche-Mitarbeiter gut gefüllt seien, sei keine Kurzarbeit notwendig.

Wegen des anhaltend hohen Volkswagen-Aktienkurses zögert Porsche mit der angekündigten Aufstockung seines Anteils auf mehr als 50 Prozent. "Angesichts des gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfelds wird es zunehmend unwahrscheinlicher, dass wir dieses Ziel noch in diesem Kalenderjahr erreichen können", sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (im Bild links mit Finanzvorstand Holger Haerter) auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart laut Redetext. Ziel bleibe aber, "so bald wie möglich" die Mehrheit der Stimmrechte an Volkswagen zu erreichen und den Anteil im kommenden Jahr auf 75 Prozent der VW-Stammaktien aufzustocken.

Porsche denkt nicht an Aktienrückkauf
Porsche habe inzwischen alle aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen für den Mehrheitseinstieg bei VW vorliegen, sagte Wiedeking. An einen Aktienrückkauf denke Porsche trotz der jüngsten Kursverluste nicht. "Wir verschwenden an solche Ideen keinen Gedanken", sagte Wiedeking. Die langfristige Strategie zur Steigerung des Unternehmenswerts habe Vorrang.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
26.11.2008 14:09
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung