Gefahr am Schulweg

Kinderschreck lehrt Eltern das Fürchten

Oberösterreich
22.11.2008 02:06
Ein Kinderschreck soll Schüler in Freistadt von einem weißen Kastenwagen aus ansprechen. Ein Direktor warnte in einem Brief die Eltern, die Polizei überwacht die Schulwege genauer. Meist verscheuchen solche Aktionen die Täter, selten wird einer erwischt.

In Kirchdorf hatte man einen Unbekannten gesucht, der ein Mäderl (10) am Schulweg angesprochen hatte. Bei der ahndung erwischten die Polizisten einen Micheldorfer (22), der gestand, mindestens 25 Mädchen zum Schmusen ins Auto locken wollte. Doch er war nicht das Phantom, das die Zehnjährige beschrieben hatte - dieser Täter ist bis heute unerkannt geblieben. Kinder denken sich solche Geschichten nicht aus, sagt Marion Luksch von der Kinderschutzakademie. Und sie sagen erst ab etwa der zweiten Volksschulklasse "nein!" zu Erwachsenen - bis dahin sollten Eltern ihre Kinder nicht aus den Augen lassen. 

Verschwunden sind auch Unbekannte, die vor Schulen in den Linzer Stadtteilen Neue Heimat und Wegscheid Anfang des Jahres Kinder mit Süßigkeiten ködern wollten. Auch in Bad Ischl, Braunau und Windhaag waren im Vorjahr Eltern und Kinder alarmiert gewesen, weil Männer sie von Autos angesprochen hatten. Doch auch diese Täter tauchten nie mehr auf.

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