1. Pressekonferenz
Obama kündigt Konjunkturpaket gegen Krise an
Er befürwortete ein weiteres Konjunkturprogramm für die angeschlagene US-Wirtschaft. Solch ein Paket sähe er "lieber früher als später", sagte Obama nach Erörterungen mit seinen Wirtschaftsberatern in Chicago. Der künftige Präsident sprach sich zudem wie schon in seinem Wahlkampf für einen "Rettungsplan für die Mittelschicht" aus. Auch müsse es eine Ausweitung der Arbeitslosenversicherung geben, sagte Obama. Zudem befürwortete er zusätzliche Hilfen für die krisengeschüttelte US-Autoindustrie.
Immer mehr Amerikaner ohne Arbeit
"Das amerikanische Volk braucht Hilfe. Der Wirtschaft geht es schlecht", sagte Obama, der erst am vergangenen Dienstag seinen historischen Wahlsieg errungen hatte. "Einige Schritte sind schon unternommen worden, und weitere Schritte in dieser Übergangszeit und in den folgenden Monaten werden notwendig sein", betonte er. Einige der Entscheidungen dabei würden "schwierig" werden. "Ich weiß aber, dass wir Erfolg haben werden, wenn wir Lagerdenken aufgeben und als eine Nation zusammenarbeiten." Barack Obama unterstrich allerdings auch, dass er noch nicht Präsident sei und die Geschicke des Landes noch in Händen der gegenwärtigen Regierung liege.
Vor welcher Herausforderung Obama steht, verdeutlichten die jüngsten Arbeitsmarktdaten: Im Oktober fielen in den USA 240.000 Job weg, ein Fünftel mehr als von Analysten erwartet. Zugleich revidierte das Arbeitsministerium am Freitag die Daten für die Vormonate kräftig nach oben. Demnach gingen im September so viele Stellen verloren wie seit sieben Jahren nicht mehr.
Spekulationen über den künftigen Finanzminister
Mit Blick auf Personalentscheidungen sagte er, sie würden "rasch, aber nicht überhastet" getroffen und dann auch unmittelbar bekannt gegeben. Zunächst wurde besonders über den künftigen Finanzminister spekuliert. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten unter anderem die beiden früheren Finanzminister Robert Rubin und Larry Summers. Beide waren Mitglieder der Regierung von Bill Clinton. Auch der Name des New Yorker Fed-Chefs Timothy Geithner kursiert.
Spitzenmanager als Wirtschaftsberater
Unter den 17 Wirtschaftsberatern Obamas befinden sich zudem Spitzenmanager von US-Firmen wie Xerox, Time Warner, Google und der Hyatt Hotel-Gruppe. Investorenlegende und Obama-Unterstützer Warren Buffett nahm telefonisch an dem Treffen in Chicago teil. Für die US-Wähler waren laut Umfragen die Wirtschaftsprobleme das wichtigste Thema bei ihrer Wahlentscheidung. Am Freitag veröffentlichte das US-Arbeitsministerium die jüngsten Arbeitslosenzahlen, denen zufolge die Quote im Oktober auf 6,5 Prozent gestiegen ist. Seit Jahresbeginn verloren die USA bereits rund 1,2 Millionen Jobs.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.