Verärgerte Padres
Vatikan-Personal muss Stechuhren benutzen
Jedes Jahr sollen die Büroleiter in der Datei über Professionalität, Leistung, Korrektheit und Engagement der Untergebenen urteilen. Sollte die Gesamtbewertung negativ sein, können Disziplinarmaßnahmen ergriffen werden.
Leistungsbezogene Vergütung
Die Bewertungsdatei wird eingeführt, weil das vatikanische Personal künftig immer leistungsbezogener vergütet werden soll. Einsatz, Professionalität, Effektivität und Sorgfalt bei der Arbeit sollen auch finanziell berücksichtigt werden. Über die bereits bestehenden zehn Gehaltsklassen hinaus wurden kürzlich neue "Verdienstgrade" eingeführt.
Außerdem sind neue Regelungen für leitende Angestellte und das Laienpersonal geplant, sowie ein neuer Überstundentarif. Überstunden sollen um zehn Prozent besser bezahlt werden. Schon im vergangenen Jahr hatten die rund 2.500 Laien und 1.000 Geistlichen, darunter 500 Frauen, die im Vatikan arbeiten, eine Gehaltserhöhung erhalten, die 100 Euro netto im Monat betrug. Die Neuerungen im Vatikan sind ein Erfolg für den Verband der Vatikan-Angestellten (ADLV), der sich seit Jahren für Gehaltserhöhungen einsetzt.
Relativ bescheidene Gehälter
Derzeit belaufen sich die Gehälter der Angestellten im Dienst von Benedikt XVI. je nach Funktion zwischen 1.100 bis 2.300 Euro. Die Gehälter sind auch für leitende Funktionen relativ niedrig. Der Sekretär eines Dikasteriums (Amt der Römischen Kurie) verdient an die 2.500 Euro. Kardinäle, die eine Kongregation leiten, verdienen rund 3.500 Euro, auch wenn sie mit bestimmten Benefits wie Wohnung und Benzin-Gutscheinen rechnen können. Für das Personal im Vatikan ist das Governatorat zuständig.
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