Auf Sammeltour

Brown: “IWF braucht Hunderte Milliarden Dollar!”

Ausland
02.11.2008 11:13
Zur Überwindung der weltweiten Finanzkrise benötigt der Internationale Währungsfonds IWF nach Ansicht des britischen Premierministers Gordon Brown noch Hunderte Milliarden Dollar. Nur so könnten wegen der Krise unter Druck geratene Volkswirtschaften vor einem Kollaps bewahrt werden, sagte Brown am Sonntag in Riad (im Bild). "Darum fordere ich mehr Mittel für den IWF, Hunderte Milliarden Dollar zusätzlich zu den 250 Milliarden Dollar, die (der Fonds) bereits hat."

Notwendig sei eine Politik, die notleidenden Volkswirtschaften das Überleben garantiere, sagte Brown, der derzeit die Golfregion besucht, um für weitere Mittel für den Fonds zu werben. Brown will die Golfstaaten genauso wie China dazu bewegen, angesichts ihrer großen finanziellen Ressourcen Geld in ein vom IWF verwaltetes Konto einzuzahlen. Vor allem die ölproduzierenden Staaten, die angesichts der steigenden Energiepreise in den vergangenen Jahren mehr als eine Billion Dollar eingenommen hätten, seien jetzt in der Verantwortung.

Wegen der Finanzkrise sind bisher vor allem Island, Ungarn und die Ukraine unter Druck geraten und haben vom IWF bereits Milliardenhilfen erhalten. Auch Pakistan steht vor einem Kollaps. In Washington kommen am 14. und 15. November die Staats- und Regierungschefs der G-20 zusammen, um über Konsequenzen aus der Finanzkrise zu beraten. Zur G-20 gehören die sieben führenden Industrienationen - darunter auch Großbritannien - und Russland sowie wichtige Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien.

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