Frust und Ärger
Jeder dritte Isländer denkt ans Auswandern
Zahlreiche Unternehmen auf der Atlantikinsel haben in den letzten Wochen und Monaten Personal abgebaut oder planen Stellenstreichungen. Viele Unternehmen haben außerdem Kurzarbeit angeordnet und ihren Beschäftigten das Gehalt gekürzt.
Erwartet wird, dass sich der Stellenabbau noch beschleunigt. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften rechnen damit, dass in den nächsten sechs bis acht Monaten mehrere Tausend Beschäftigte mit ihrer Kündigung rechnen müssen.
Staatsschulden drohen BIP zu übertreffen
Als Folge der Finanzkrise drohen Islands Staatsschulden bis Ende nächsten Jahres das Bruttoinlandsprodukt der Nordatlantikinsel zu übertreffen. Die Bankenkrise könne das Land umgerechnet bis zu 7,3 Milliarden Euro kosten, sagte Ministerpräsident Geir Haarde. Die Summe entspricht Prozent des BIP von 2007, als die Schulden sich auf 29 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung summierten. Damit könnten die Bruttoschulden bis Ende 2009 auf mehr als 100 Prozent des BIP steigen. Das Haushaltsdefizit werde in diesem Fall auf bis zu zehn Prozent des BIP anwachsen, sagte Haarde.
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