Mi, 19. September 2018

Vorhaben umstritten

23.10.2008 10:29

Forschung mit Mensch-Tier-Embryonen gebilligt

Nach monatelanger Debatte hat das britische Unterhaus am Mittwoch in dritter Lesung dafür gestimmt, die Forschung mit Embryonen aus Mensch und Tier zu erlauben. Die Abgeordneten nahmen das umstrittene Vorhaben zur Stammzellenforschung mit 355 gegen 129 Stimmen an. Das Gesetz muss jetzt noch vom Oberhaus gebilligt werden.

Premierminister Gordon Brown befürwortet die Verwendung von Chimären-Stammzellen aus Mensch und Tier, weil er sich erhofft, dass dadurch "möglicherweise Millionen Menschen mit unheilbaren Krankheiten das Leben gerettet werden" könnte. Embryonale Stammzellforschung beschränkt sich - im Gegensatz zu der Forschung mit sogenannten adulten Stammzellen - bis dato allerdings auf reine Grundlagenforschung. Es gibt nach wie vor, vor allem wegen des hohen Tumorrisikos, keine therapeutischen Anwendungen am Patienten.

Die Forschergemeinde hatte insbesondere deshalb auf das Gesetz gedrängt, weil der Nachschub an menschlichen Eizellen für die Herstellung neuer Embryonen unter ihrem Bedarf lag. Die Entnahme von Eizellen ist darüber hinaus mit gesundheitlichen Risiken für die betreffende Frau verbunden. Daher wollten die Forscher auf leichter verfügbare tierische Eizellen zurückgreifen.

Das Unterhaus erlaubte auch die Untersuchung von Embryonen auf genetische Merkmale, um sogenannte "rettende Geschwisterchen" zu schaffen. Eltern eines kranken Kindes bekommen in solchen Fällen mit künstlicher Befruchtung ein weiteres Kind, das genetisch zum ersten Kind passt. Das zweite Kind kann dann zum Beispiel Knochenmark spenden, um das Leben des ersten zu retten.

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