So, 22. Juli 2018

Finanzkrise

20.10.2008 13:15

Pleitebank lässt BUWOG-Mieter zittern

2.000 oberösterreichische Mieter früherer Bundeswohnungen müssen jetzt den Konkurs ihrer Hausherrn befürchten, den zweiten Besitzerwechsel in vier Jahren: "Das beweist, dass das Privatisieren schlecht ist und unter Schwarz-Blau ganz schlecht war", sieht SP-Landes-Vize Erich Haider Befürchtungen bestätigt.

Der Bund verkaufte 61.864 Wohnungen samt Schulden um 2,5 Milliarden Euro. Dieser höchstmögliche Erlös machte zwar den Finanzminister stolz, doch der Rechnungshof kritisierte, dass Grasser Hunderte Millionen an Immofinanz, Raiffeisen, Hypo und Versicherungen verschenkt hätte. Die Käufer waren gut beraten, wofür sie 8,2 Millionen Euro jenen US-Investmentbankern von Lehman Brothers bezahlt hatten, die inzwischen liquidiert sind.

Nun dürfte auch die Immofinanz krachen, die mit der Constantia Privatbank finanziell wie personell verbunden ist. Und 19.791 Ex-BUWOG-Wohnungen auf der Habenseite hat, die aufgewertet wurden, um den Kurs hochzutreiben. Ob sie noch die Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge ihrer Mieter am Konto hat, ist schwer zu kontrollieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.