Finanzkrise

Pleitebank lässt BUWOG-Mieter zittern

Oberösterreich
20.10.2008 13:15
2.000 oberösterreichische Mieter früherer Bundeswohnungen müssen jetzt den Konkurs ihrer Hausherrn befürchten, den zweiten Besitzerwechsel in vier Jahren: "Das beweist, dass das Privatisieren schlecht ist und unter Schwarz-Blau ganz schlecht war", sieht SP-Landes-Vize Erich Haider Befürchtungen bestätigt.

Der Bund verkaufte 61.864 Wohnungen samt Schulden um 2,5 Milliarden Euro. Dieser höchstmögliche Erlös machte zwar den Finanzminister stolz, doch der Rechnungshof kritisierte, dass Grasser Hunderte Millionen an Immofinanz, Raiffeisen, Hypo und Versicherungen verschenkt hätte. Die Käufer waren gut beraten, wofür sie 8,2 Millionen Euro jenen US-Investmentbankern von Lehman Brothers bezahlt hatten, die inzwischen liquidiert sind. 

Nun dürfte auch die Immofinanz krachen, die mit der Constantia Privatbank finanziell wie personell verbunden ist. Und 19.791 Ex-BUWOG-Wohnungen auf der Habenseite hat, die aufgewertet wurden, um den Kurs hochzutreiben. Ob sie noch die Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge ihrer Mieter am Konto hat, ist schwer zu kontrollieren.

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