eBay.at bleibt

eBay schließt Österreich-Niederlassung

Web
07.10.2008 17:21
Das Internet-Auktionshaus eBay will weltweit rund zehn Prozent der Stellen streichen, das sind 1.000 Mitarbeiter sowie zahlreiche Zeitarbeiter, teilte das Unternehmen am Montag in San Jose mit. Betroffen sind auch die 12 Mitarbeiter von eBay Österreich, sagte eBay-Österreich-Sprecherin Ursula Mayer.

Die Stellenstreichungen seien Ergebnis veränderter Rahmenbedingungen im E-Commerce-Geschäft. "Die Konzernentscheidung hat nichts mit dem Österreich-Geschäft von eBay zu tun", so Mayer auf Nachfrage. Der Ableger eBay.at sei einer der profitabelsten in Europa. Das Österreich-Büro werde zu Jahresbeginn 2009 geschlossen. Der Österreich-Markt werde - wie andere auch - künftig von einer regionalen Organisation betreut.

Das Unternehmen kämpfte laut Deutscher Presseagentur zuletzt mit sinkenden Wachstumsraten sowie einem langsameren Gewinnwachstum. In dem Ende September abgelaufenen dritten Quartal habe eBay beim Umsatz das untere Ende der im Juli abgegebenen Prognosespanne erreicht, hieß es. Dem Konzern kommen zunehmend Wettbewerber wie der Internet-Einzelhändler Amazon ins Gehege. In Österreich peilt das im September gestartete Auktionshaus ricardo.at die Marktführerschaft an, der Abstand zu Branchenprimus eBay.at ist aber noch groß.

Im Gegenzug macht eBay immer mehr Geschäft als gewöhnliche Handelsplattform mit Verkäufen ohne Versteigerung. Neben den Online-Marktplätzen gehören das elektronische Bezahlsystem PayPal und der Internettelefonie-Dienst Skype zu eBay.

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