Seit der Pandemie sind die psychischen Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen stark gestiegen. Wegen der Teuerungen verschärft sich die Lage. Eine neue Kampagne und Maßnahmen sollen gegenwirken.
Seit der Pandemie steigen psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Einen neuen Schub hat diese besorgniserregende Entwicklung durch die aktuellen Teuerungen und der damit verbundenen finanziell angespannten Situation in vielen Familien bekommen. „Die Lage hat sich massiv verschlechtert. Wir hoffen, dass es sich um eine Welle und nicht um einen Dauerzustand handelt“, bringt es Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien auf den Punkt.
Die Lage hat sich massiv verschlechtert. Wir hoffen, dass es sich um eine Welle und nicht um einen Dauerzustand handelt.
Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien
Enttabuisieren durch reden
Daher wird die Stadt Wien unter dem Motto „#darüberredenwir“ die psychosozialen Maßnahmen für junge Menschen jetzt ausweiten. Denn vor allem werde zu wenig über das Problem gesprochen. Um das zu ändern, will man nun auch „Influencer“ an Bord holen.
Eigene App als Pilotprojekt
Weiters startet jetzt ein Pilotversuch mit der MedUni Wien für eine digitale, zentrale Plattform inklusive Webportal und Handy-App für die Behandlung, die Betreuung und mehreren Selbsthilfe-Werkzeugen für Betroffene. Damit erhalten Patienten selbst einen besseren Überblick und Betreuer können diese besser begleiten. Ab 1. Juli wird auch eine zusätzliche Hotline (Nummer wird erst bekanntgegeben) für Kinder und Jugendliche freigeschaltet. Finanziert wird das Angebot von der Stadt und der Gesundheitskasse.
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