Trotz aller Understatements hofft Foda insgeheim auf ein weiteres Erfolgskapitel. "Wir fühlen uns stark genug, zu Hause jeden Gegner zu schlagen. Das Ziel kann nur sein, die Spitze zu verteidigen", meinte der Deutsche, der vor wohl ausverkauftem Haus aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf den weiter rekonvaleszenten Torhüter Gratzei sind alle Mann an Bord. Mit dem nur einen Zähler hinter Sturm liegenden LASK würde ein "unangenehmer" Gegner in die UPC-Arena kommen. Als besonders auffällig schätzte Foda die routinierte Achse Baur-Panis-Vastic-Mayrleb ein, trotzdem werde man die Partie nicht auf das Spiel der Linzer, sondern die eigenen Möglichkeiten ausrichten.
Interne Querelen beim LASK
Im Lager der Linzer hängt vor dem Auftritt in Graz der Haussegen schief, nachdem Präsident Peter-Michael Reichel einen "Bann" über Florian Klein gelegt hatte. Der U21-Teamspieler wurde aus dem Kader geworfen, nachdem er sich mit dem Club nicht über eine vorzeitige Verlängerung seines bis Juni 2009 laufenden Vertrages geeinigt hatte. Bis auf weiteres darf Klein nur mittrainieren, die Reise in die Steiermark machte er nicht mit.
"Der LASK hat ein Angebot gemacht, mit dem ich nicht zufrieden war. Aber ich wollte weiter verhandeln und habe mit keinen anderen Verein gesprochen", meinte Klein, der per Weisung von seinem Rauswurf unterrichtet wurde. Mit Reichel habe er noch keinen Kontakt gehabt. Er bzw. sein Berater Max Hagmayr seien aber weiter für Gespräche offen. "Ich bin schon enttäuscht, weil ich jetzt fünf Jahren beim LASK sehr erfolgreich war."
Den team-internen Problemen ungeachtet will LASK-Coach Andrej Panadic im Duell der Schwarz-Weißen die Steirer laut eigener Aussage "ärgern". "Zu Hause spielen sie guten Fußball, sind druckvoll und kombinationsstark", urteilte der Kroate, der ein einfaches Rezept parat hat: "Wir müssen versuchen, Fußball zu spielen. Im Fußball gibt es kein gültiges Erfolgsrezept. Wichtig wird sein, dass sich alle an die taktische Ausrichtung halten."
Auch Salzburg gegen Ried
Auch die zweite oberösterreichische Mannschaft hat dieses Wochenende keinen Jausengegner: Red Bull Salzburg steht am Samstag im Heimspiel der siebenten Runde in der österreichischen Fußball-Bundesliga gegen SV Ried vor einem Pflichtsieg. Die Mozartstädter müssen gegen die Innviertler unbedingt drei Punkte einfahren, um auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze zu bleiben, wie auch Trainer Co Adriaanse weiß. "Kein Gegner ist einfach, aber nach der unglücklichen Niederlage gegen die Austria zählt nur ein Sieg."
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