Existenzbedrohend!

Industrie leidet unter hohen Öl- und Strompreisen

Kärnten
22.08.2008 15:06
Die Kärntner Industrie leidet unter der Preisexplosion: Vom Armbanduhrerzeuger bis zum Kunststoffverarbeiter sind alle von den gestiegenen Öl- und Strom-Preisen betroffen! "Für Betriebe, die ihre Kosten nicht weitergeben können, ist die Situation existenzbedrohend", sagen Experten. Übernahmen durch Großkonzerne drohen.

Die Energiekrise trifft die Industriebetriebe gleich doppelt. "Die Firmen bekommen die hohen Preise im Betrieb, wie bei der Energie für die Prozesswärme, zu spüren. Aber auch die Transportkosten sind enorm gestiegen", erklärt Gilbert Waldner von der Industriellenvereinigung. 

Dramatische Verluste
Für manche Unternehmen, wie den Wernberger Kunststoffverarbeiter "Expan", kommt der Preisschock noch dicker. "Kunststoff besteht zur Gänze aus Öl. Die Preise dafür sind um 30 Prozent, die für Strom um 40 Prozent höher. Der Transport unserer Produkte ist um 20 Prozent teurer", so Firmenchef Hans Köstenbauer: "Dass beschert uns dramatische Verluste!" 

Preisschock trifft alle Branchen
Der Preisschock wirkt sich auf alle Branchen aus, sogar der Armbanduhrhersteller "Hirsch" in Pogöriach ist betroffen. "Wir verschiffen unsere Produkte in die ganze Welt. Die Transportkosten sind um 30 Prozent gestiegen", sagt Robert Hirsch. 

Für viele existenzbedrohend
Für jene Betriebe, die ihre Kosten nicht weitergeben können, ist die Situation existenzbedrohend, erklärt Wirtschaftsexperte Gerhard Genser. Um Kosten zu sparen, werde es zu Fusionen kommen, so Waldner. 

Von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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