Grün gegen Schwarz

Grüne prügeln Minister Pröll wegen Temelin

Oberösterreich
21.08.2008 15:23
"Der Tiefschlaf von Bundesminister Pröll in der Anti-Temelìn-Politik ist dafür verantwortlich, dass Temelìn für die OberösterreicherInnen weiterhin eine große Gefahr ist und das Melker Abkommen noch immer nicht umgesetzt ist", kritisiert Ruperta Lichtenecker, Spitzenkandidatin der Grünen in Oberösterreich und Grüne Umweltsprecherin im Parlament.

Die fehlende Anti-Atompolitik von Minister Pröll habe dazu geführt, dass es Ausbaupläne für das Atomkraftwerk Temelìn gibt, so Lichtenecker: "Noch verhindert das von den tschechischen Grünen klug ausverhandelte Regierungsübereinkommen den Ausbau Temelìns, doch die Planungen gehen munter weiter, treten doch alle anderen tschechischen Parteien - vehement für den Ausbau der Atomkraft ein."

Lichtenecker: "Minister Pröll lässt Oberösterreich im Kampf gegen Temelìn völlig im Stich! Schlimmer noch: Die oberösterreichischen SPÖ- und ÖVP-Abgeordneten haben im Parlament die Grüne Initiative für eine Sondersitzung in der Causa Temelìn nicht einmal unterstützt", kritisiert Lichtenecker und fordert: "BM Pröll muss sofort den Anti-Atom-Gipfel der Bundesländer mit der Bundesregierung einberufen und zudem umgehende Gespräche mit der tschechischen Regierungsspitze führen."

Schon früher kritisiert
Lichtenecker hatte die Regierung schon einmal massiv in Sachen Temelin kritisiert: Vor wenigen Tagen forderte sie die Bundesregierung auf, eine Initiative für eine europaweite Allianz der Atomgegner zu starten. "Bundeskanzler Gusenbauer und Bundesminister Pröll müssen endlich einen wirksamen Widerstand gegen die AKW-Ausbaupläne rund um Österreich vorantreiben!"

 

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