Buben missbraucht

Zweiter Prozess gegen Kinderschänder Neil

Ausland
07.10.2008 16:36
In Thailand hat am Dienstag der zweite Prozess gegen den kanadischen Kinderschänder Christopher Paul Neil begonnen. Der 33-jährige Englischlehrer war im August bereits wegen Missbrauchs eines 13-Jährigen zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Bei dem neuen Prozess geht es um den jüngeren Bruder des Opfers. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Kanadier 20 Jahre Haft. Neil selbst weist jede Schuld von sich.

"Okay" war alles, was Neil nach dem ersten Urteil Mitte August gesagt hatte. Direkt danach wurde er in sein Gefängnis nach Bangkok zurückgebracht, wo er seitdem seine Haft verbüßt. Rosalind Prober, Präsidentin der kanadischen Kinderschutzorganisation Beyond Borders, erklärte damals, das Urteil sei ein erster Schritt auf dem Weg, Neil für seine Untaten zur Rechenschaft zu ziehen. Das Strafmaß hätte aber höher ausfallen müssen, sagte sie.

Weltweite Fahndung übers Internet
Neil soll mindestens ein Dutzend südostasiatischer Buben sexuell missbraucht und Fotos von diesen Taten ins Internet gestellt haben. Auf den Aufnahmen hatte Neil sein Gesicht zwar digital unkenntlich gemacht, Spezialisten des deutschen Bundeskriminalamtes rekonstruierten daraus jedoch ein identifizierbares Bild. Nach einer weltweiten Fahndung übers Internet durch Interpol klickten am 19. Oktober 2007 in Thailand die Handschellen.

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