Blutiges Ende

Geiselnehmer in Lissabon von Polizei erschossen

Ausland
08.08.2008 10:47
Vor laufenden Fernsehkameras ist in der Nacht auf Freitag ein Geiseldrama im portugiesischen Lissabon blutig beendet worden: Ein Gangster, der zusammen mit einem Komplizen in einer Bank drei Menschen in seine Gewalt gebracht hatte, wurde von der Polizei erschossen. Der zweite Geiselnehmer wurde nach Angaben der Behörden durch Schüsse der Beamten schwer verletzt. Die Geiseln wurden befreit, eine von ihnen wurde bei der Befreiungsaktion leicht verletzt.

Die beiden Bankräuber im Alter von etwa 25 und 35 Jahren hatten nach einem missglückten Überfall drei Menschen als Geiseln genommen. Eine Frau ließen sie wenig später frei. Die Sicherheitskräfte umstellten die Bank, sperrten die Umgebung ab und ordneten die Schließung umliegender Geschäfte an. Ein Sondereinsatzkommando bezog vor der Bank Position.

Die Polizei nahm Verhandlungen mit den Geiselnehmern auf. Nach etwa acht Stunden verließen die Bankräuber mit ihren beiden Geiseln, einem Mann und einer Frau, das Geldinstitut (Bild). Dabei bedrohten sie ihre Gefangenen mit Pistolen. 

Aus bislang noch unbekannter Ursache eröffnete die Polizei das Feuer auf die Geiselnehmer. Einer der Gangster starb im Kugelhagel, sein Komplize wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

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