500 Flüge weniger
Pilotenstreik bei Lufthansa-Tochter beendet
Die Gewerkschaft werde der Lufthansa nun Zeit geben, den Streik zu bewerten, sagte Ilona Ritter, Leiterin Tarifpolitik bei der Pilotenvereinigung Cockpit (VC). "Das Signal, dass unsere Piloten geschlossen für ihre Forderungen eintreten, ist rübergekommen." Die Arbeitgeberseite müsse nun "zeitnah" ein neues Angebot vorlegen, auf eine genaue Frist wollte sich die Sprecherin nicht festlegen.
Die Pilotenvereinigung wirft der Lufthansa vor, bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt zu haben. Die CityLine-Geschäftsführung hatte zuletzt 5,5 Prozent mehr Geld bei 18 Monaten Laufzeit sowie eine Einmalzahlung von 5.000 bis 7.000 Euro angeboten. "Wir haben ein attraktives Angebot auf den Tisch gelegt, das Luft nach oben lässt und sind bereit, einen Schlichterspruch zu akzeptieren", sagte der Lufthansa-Sprecher.
Streiks plagen Lufthansa
Die Lufthansa hatte erst in der vergangenen Woche einen mehrtägigen Streik der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu verkraften. Am Freitag wurde eine Einigung erzielt. Mit der Vereinigung Cockpit gibt es einen weiteren Konflikt: Die Gewerkschaft will eine eigene Personalvertretung für Piloten im Unternehmen, was die Lufthansa ablehnt.
Der nächste Konflikt droht mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO im kommenden Jahr. Die Stewardessen wollen den mit ver.di gefundenen Tarifabschluss nicht übernehmen und planen, deutlich mehr Geld zu fordern.
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