Drama am K2
Letzter Überlebender aus Italien ins Tal geflogen
Der 37-Jährige soll zu medizinischen Untersuchungen in die pakistanische Stadt Skardu gebracht und vermutlich noch am Mittwoch in die Hauptstadt Islamabad geflogen werden. Confortola, der starke Erfrierungen erlitten hat, hatte am Dienstag mit Hilfe von pakistanischen Bergführern das Basislager auf 5.200 Metern erreicht. Vor Confortola waren am Montag zwei niederländische Bergsteiger vom K2 gerettet worden.
Durch eine Eislawine waren am Freitag auf dem zweithöchsten Berg der Welt drei Südkoreaner, zwei Nepalesen, zwei Pakistaner, ein Serbe, ein Ire, ein Norweger und ein Franzose umgekommen. Der im Karakorum-Gebirge im chinesisch-pakistanischen Grenzgebiet gelegene K2 gilt als der am schwersten zu bewältigende Achttausender. Die Todesrate der Kletterer liegt bei 27 Prozent und somit dreimal so hoch wie beim höchsten Berg der Erde, dem Mount Everest.
Österreicher bekamen Unglück hautnah mit
Zwei Österreicher, der steirische Extrem-Kletterer Christian Stangl und sein Begleiter Thomas Strausz, waren bei ihrem Aufstieg auf den zweithöchsten Berg der Welt nur 300 Meter vom Unglücksort entfernt gewesen, als die Eislawine abging. Der als „Skyrunner“ bekannte Extrem-Bergsteiger Christian Stangl (42), der bereits die sieben höchsten Bergriesen der Kontinente in Rekordzeit bezwungen hat, wollte am K2 wieder eine Bestmarke aufstellen. Innerhalb von 24 Stunden wollte er den Gipfel erklimmen und wieder absteigen.
Die beiden Alpinisten hatten zuletzt angekündigt, zu versuchen, ihren Rückflug umzubuchen und "am 11. oder 12. August wieder in Österreich zu sein", erläuterte Stangl.
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