Diese Personalentscheidung sei zwischen ihm und Haider besprochen, sagte Westenthaler. Haider selbst bestätigte lediglich, dass er der Bitte nach Übernahme der Obmannschaft entsprechen würde, seine Spitzenkandidatur müsse er sich noch genau überlegen. "Das ist ein interessanter Vorschlag, den wir überlegen, diskutieren und dann entscheiden werden." Er würde nur als Kanzlerkandidat die Liste anführen, aber nicht ins Parlament gehen, so Haider.
"Trennung der Funktionen nicht möglich"
Westenthaler erklärte, er sei sofort bereit, die Obmannschaft an Haider zu übergeben, der Landeshauptmann müsse aber auch die Spitzenkandidatur übernehmen. Eine Trennung der beiden Funktionen sei "nicht möglich". Er habe Haider gebeten, "die komplette Verantwortung" zu übernehmen. "Es gibt keinen anderen Spitzenkandidaten. Jeder andere wäre dem BZÖ abträglich und negativ", sagte Westenthaler.
Westenthaler: "Haider wird auch Spitzenkandidat"
Der scheidende BZÖ-Obmann erklärte auch, er habe damit seinen Auftrag, ein Team der besten Köpfe für das BZÖ zu bilden, abgeschlossen. Im Gegensatz zu Landeshauptmann Jörg Haider, der betonte, über die Spitzenkandidatur noch nachzudenken, betonte Westenthaler, dass Haider nicht nur Obmann, sondern auch Spitzenkandidat werde. Die weiteren personellen Entscheidung seien dann die Sache Haiders, sagte Westenthaler.
Petzner: Kandidatur als Spitzenkandidat nur ein Vorschlag
Der stellvertretende Bundesparteichef und Haider-Sprecher Stefan Petzner unterstrich am Samstagmittag mit Nachdruck, dass es sich bei der Verlautbarung Westenthalers, wonach der Kärntner Landeshauptmann neben der Funktion des Bundesparteiobmannes auch jene des Spitzenkandidaten einnehmen solle, "nur um einen Vorschlag handelt". Fix vereinbart sei dies noch nicht. Petzner: "Wenn Westenthaler das sagt, ist es ein interessanter Vorschlag, entschieden ist aber noch nichts. Und diese Entscheidung liegt selbstverständlich bei Haider selbst."
Mit Haider zweistelliges Resultat bei Wahl
Westenthaler betonte demgegenüber, es sei wichtig, dass das BZÖ sich auf eine Person fokussiere "und das kann nur Jörg Haider sein." Mit Haider habe das BZÖ die Chance, "massiv dazuzugewinnen" und ein zweistelliges Resultat zu erreichen. Die unterste Latte wären zehn bis 15 Prozent. Darüber hinaus wäre Haider auch eine "Kampfansage an die FPÖ", damit könne das BZÖ die FPÖ "in Schach halten".
Wechsel soll rasch erfolgen
Der Wechsel an der Parteispitze des BZÖ solle so rasch wie möglich über die Bühne gehen, sagte Westenthaler, jedenfalls noch vor der Wahl. De facto habe er schon stattgefunden, formell werde es dazu noch einen Parteikonvent geben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.