Schweres Erdbeben
Mehr als 130 Verletzte bei Erdbeben in Japan
Aus Sicherheitsgründen setzte die Bahnverwaltung Donnerstag früh den Zugverkehr aus, um die Strecken auf mögliche Schäden zu inspizieren. Die Regierung schickte Experten in die betroffene Region, die sich ein Bild von der Lage machen sollten.
Unter den Verletzten war auch eine 59-jährige Frau, die während des Erdbebens eine Treppe hinunterfiel und sich ein Bein brach. Ein fünf Jahre alter Bub erlitt schwere Verbrennungen am Rücken, weil sich während der Erdstöße kochendes Wasser über ihn ergossen hatte.
Nach Angaben des Meteorologischen Instituts in Tokio erreichte das Beben, das sich kurz nach Mitternacht (Ortszeit/17.00 Uhr MESZ) ereignet hatte, eine Stärke von 6,8. Das Zentrum lag in rund 108 Kilometern Tiefe unter dem Meeresboden vor der Küste der Provinz Iwate im Nordosten. In vielen Häusern barsten die Fensterscheiben, in Supermärkten fielen die Waren aus den Regalen, vielerorts platzten die Wasserleitungen. Das Beben sorgte zudem für vereinzelte Erdrutsche.
Die Atomkraftwerke in den angrenzenden Provinzen Fukushima und Miyagi wurden von dem Beben leicht erschüttert, trugen aber nach offiziellen Angaben keine Schäden davon.
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