Energie und Waffen
Venezuela knüpft engere Beziehung mit Russland
Medwedew und Chavez unterzeichneten unter anderem vier Verträge zwischen der staatlichen venezolanischen Energiefirma PDVSA und den drei russischen Konzernen Gazprom, Lukoil und TNK-BP, die in Venezuela Förderanlagen bauen werden. Generell wolle man auf dem Gas- und Ölmarkt enger zusammenarbeiten, ohne dabei Konsumenten zu belasten.
Sicherung der Energieversorgung
"Russland und Venezuela sind zwei sehr wichtige Öl- und Gasmächte, und eine sichere Energieversorgung hängt von unseren aufeinander abgestimmten Aktionen ab", sagte Medwedew. "Venezuela ist jetzt der wichtigste Partner Russlands." "Wir werden zusammenarbeiten, aber unsere Kooperation richtet sich nicht gegen Drittstaaten", versicherte der russische Staatschef. Die Idee, ein Gaskartell nach dem Vorbild des Ölkartells OPEC zu gründen, sei noch immer aktuell, fügte Medwedew hinzu. Diese Idee beunruhigt die von Gasimporten abhängigen Staaten, die einen Einfluss auf die Preise des Rohstoffes fürchten.
Chavez berät mit Putin über Waffenkäufe
Bei einem Treffen mit dem russischen Ministerpräsidenten und Ex-Präsidenten Wladimir Putin in dessen Residenz in Nowo Ogarewo wollte Chavez über den Kauf russischer Waffen durch Venezuela sprechen. Putin sagte, Moskau wolle seine Wirtschaftsbeziehungen mit Caracas "in alle Richtungen" ausbauen. Er zählte unter anderem die Bereiche Verkehr, Raumfahrt und Militärtechnik auf. Chavez sagte, die Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Militärtechnik sei für Venezuelas Verteidigung besonders wichtig. An den Gesprächen in Nowo Ogarewo nahm auch der Chef der russischen Waffenexportbehörde, Sergej Tschemesow, teil.
"Wir wollen Frieden, aber müssen auch die Verteidigungskraft unseres Landes stärken", sagte Chavez laut der Agentur Interfax zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs am Dienstag in Moskau. Chavez bezeichnete Russland als "strategischen Verbündeten" im militär- und im energiepolitischen Bereich. Venezuela gilt als größter und wichtigster Käufer russischer Rüstungsgüter in Lateinamerika mit einem Volumen von bisher vier Milliarden US-Dollar (2,52 Milliarden Euro). Die geplanten neuen Verträge belaufen sich auf weitere zwei Milliarden Dollar, wie die Zeitung "Kommersant" berichtete.
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