18 Jahre Haft
Spanier tötete Baby wegen Videospiels
Ausland
17.07.2008 13:22
Zehn Monate, nachdem ein 19-Jähriger in Spanien das Baby seiner Freundin erschlug, weil das Kind ihn beim Videospiel gestört hatte, ist der junge Mann am Mittwoch von einem Gericht in Tarragona im Nordosten des Landes wegen Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte gestand in dem Prozess, den Einjährigen in den Magen geboxt zu haben, doch töten habe er das Kind nicht wollen.
Dem Urteil zufolge schlug er auf das Baby ein, weil es nach der Videokonsole gegrapscht und ihn dadurch bei "Mortal Combat" abgelenkt hatte. Er habe dadurch das Spiel verloren und sei so wütend gewesen, dass er den Buben mehrere Minuten lang geprügelt habe. Anschließend habe er weitergespielt, statt den weinenden Buben zu versorgen. Dieser sei an inneren Blutungen gestorben, hieß es im Autopsiebericht.
Die Verteidigung hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge plädiert, da der 19-Jährige nach tagelangem Spielen mit dem Kampfvideo unzurechnungsfähig gewesen sei. Darauf hätten höchstens zwei Jahre Gefängnis gestanden.
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