Katheterzentren

Polit-Tauziehen um Hilfe für “verstopfte” Herzen

Oberösterreich
17.07.2008 09:05
„Ich fühle mich durch den Expertenbericht bestätigt: Wir brauchen ein dezentralisiertes Angebot!“, sieht sich SP-Politikerin Silvia Stöger im Recht: Im Polit-Tauziehen um Hilfe für „verstopfte“ Herzen setzt sie auf neue Katheterzentren. Die VP aber favorisiert als Alternative eine Herzinfarkt-Therapie mit „Lyse“.

Ballon-Dehnung verstopfter Herzgefäße auch in neuen, regionalen Herzkatheterzentren – oder eine medikamentöse „Lyse“, also Auflösung, des Gerinnsels durch den Notarzt vor Ort: Diese Therapieformen prallen politisch aufeinander. SP-Politikerin Stöger möchte, wie berichtet, neue Herzkatheterzentren in unterversorgten Teilen des Bundeslandes aufbauen: „Dazu braucht man eh Jahre – packen wir´s also an!“

Allerdings müssten dann Angebote in Linz und Wels zurückgefahren werden, in denen die regionalen Patienten bisher mitversorgt werden. Davon hält wiederum VP-Gesundheitssprecher Walter Aichinger – als Primar in Wels allerdings Betroffener – wenig, weil es sinnvoll sei, wenn Herzkatheterlabors eine Herzchirurgie im Hintergrund hätten. Der VP-Politiker schlägt daher ein Alternativmodell vor  nämlich die „Lyse“, die Auflösung der Thrombosen, und das bereits am Ort des Infarktes und nicht erst im Spital.

Foto: Chris Koller

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