Pamplona-Bilanz
Fast 460 Verletzte bei Stierhatz in Pamplona
Am schlimmsten traf es in dieser Saison einen 37-jährigen Spanier, der mehrere Knochenbrüche, eine Brustquetschung und einen Milzriss erlitt. Der Mann war gestürzt und unter die Hufe der gut 600 Kilo schweren Bullen geraten. Schwer verletzt wurde auch ein 22-jähriger US-Tourist aus Kalifornien, der von einem der Tiere im Gesäß aufgespießt wurde. Insgesamt vier Läufer wurden in diesem Jahr durch Hornstöße verletzt, sieben weniger als 2007.
Am Rande der Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Fermín kam zudem ein junger Ire ums Leben. Der 23-Jährige stürzte betrunken von einer Mauer, wie die Polizei mitteilte.
Bilder vom letzten Wochenende findest du in der Infobox!
Weltbekannt wurde das Spektakel durch den Roman "Fiesta" (1926) von Ernest Hemingway. Als Ehrengast erlebte der Enkel des US-Autors dieses Jahr die Hatz mit. "Ich war über den Leichtsinn vieler Teilnehmer geschockt. Einige wollten betrunken mitlaufen", sagte John Hemingway (47), der selbst Schriftsteller ist und ein Buch über seinen berühmten Großvater veröffentlicht hat.
Heftige Kritik an der Stier-Hatz
Bei der von Tierschützern kritisierten Hatz werden an acht Tagen jeden Morgen sechs Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte wagemutige Männer, die "mozos", rennen vor den Tieren her. Als einzige "Waffe", um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1924 kamen 14 Läufer bei der Hatz ums Leben, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.