Antritt in Kärnten?

Fritz Dinkhauser überlegt Kandidatur in Kärnten

Kärnten
11.07.2008 00:34
Bei der Nationalratswahl könnte der Tiroler Politiker Fritz Dinkhauser in Kärnten kandidieren. Indes machen neue Gerüchte die Runde, weshalb Gaby Schaunig als SP-Chefin zurückgetreten ist... Eine Analyse von "Krone"-Redakteurin Waltraud Dengel.
Hunderte E-Mails hat der Tiroler Volkstribun Fritz Dinkhauser seit seiner Ankündigung bekommen, bei der Nationalratswahl antreten zu wollen. Auch aus Kärnten waren viele darunter, verrät der Innsbrucker: "Es gibt eine Fülle von Anfragen von sehr interessanten Leuten. Wir müssen jetzt prüfen, mit wem eine Zusammenarbeit möglich ist."

Frist läuft am 22. August ab
Dinkhauser muss sich jedoch beeilen, denn um in Kärnten kandidieren zu können, braucht er 200 Unterstützungserklärungen. Das scheint nicht viel, aber die Zeit drängt: Bis 22. August müssen die Unterschriften eingereicht sein und eine Parteiliste mit zumindest vier Kandidaten feststehen. In der Steiermark hat eine Bürgerinitiative Hilfe zugesichert.

Wettstreit mit Haider und dem BZÖ?
Auch aus Kärnten gibt es Signale, so Dinkhauser: "Die Parteien interessieren niemanden mehr. Die Menschen wollen Menschen, und ihre alltäglichen Sorgen müssen unser Anliegen sein." Da zeichnet sich ein Wettstreit mit Jörg Haider und dem BZÖ ab... 

Gerüchte um Schaunig-Rücktritt
Den wahren Grund für den überraschenden Rücktritt von SP-Chefin Gaby Schaunig glaubt ein kleines Blatt entdeckt zu haben. Schaunig sei sauer gewesen, dass sie auf der SP-Kandidatenliste für den Bezirk Klagenfurt nicht an erster Stelle, sondern erst ganz zum Schluss aufscheine. Wenn das tatsächlich Anlass für das Ende ihrer Polit-Karriere gewesen wäre, müsste Schaunig entweder schlecht informiert oder sehr vergesslich sein. 

Regierungsmitglieder auf hinteren Plätzen
Ist es doch erklärter Wunsch der Landespartei, dass die Bezirke ihre Kandidaten nominieren und für Regierungsmitglieder Plätze frei lassen. Das war auch bei der Landtagswahl 2004 so: Schaunig und der damalige Parteichef Peter Ambrozy waren Schlusslichter auf der Bezirkskandidatenliste.

Erst auf der Wahlkreisliste rangierten die beiden Spitzenfunktionäre dann an erster und zweiter Stelle. Diesmal wäre es nicht anders gewesen. Die Reihung auf der Bezirksliste kann Schaunig also nicht in die Flucht geschlagen haben.

Eine Analyse von Waltraud Dengel/Kärntner Krone

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