Die 22-Jährige war mit ihrem neuen Golf V gegen 15.20 Uhr auf der Felbertauernstraße von Matrei in Osttirol Richtung Lienz unterwegs. Zur selben Zeit führte eine Polizeistreife südlich der Ortschaft St. Johann im Walde Geschwindigkeitsmessungen durch. Die junge Lienzerin war zu schnell unterwegs und tappte in die Radarfalle.
Auf Polizeibeamten zugerast
"Als die Beamten das Fahrzeug auf der Straße anhalten wollten, raste das Mädchen kerzengerade und ohne zu bremsen auf die zwei Beamten zu", berichtet Ernst Riepler, Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Huben in Osttirol. "Erst im letzten Moment konnte die Lenkerin ausweichen." Sie kam auf den rechten Fahrbahnrand und stürzte vor einer Brücke rund acht Meter in die Tiefe. "Das Auto lag mit dem Motorblock voran auf dem Dach", so Riepler.
Die beiden Polizeibeamten verständigten sofort die Rettungskräfte und leisteten Erste Hilfe. "Wir waren zu einem anderen Einsatz unterwegs, als wir den Einsatzbefehl erhielten", berichtet Christophorus-7-Pilot Klaus Rainer. "Deshalb waren wir so schnell am Einsatzort."
Schutzengel ist mitgefahren
Die schwerverletzte Lenkerin musste mit Becken- und Beinverletzungen ins Krankenhaus nach Lienz geflogen werden. Der 24-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon. "Der Unfall hat schlimm ausgesehen. Die beiden Insassen waren angegurtet und können so von Glück reden, dass nicht mehr passiert ist. Da ist wohl ein Schutzengel mitgefahren", so Rainer.
Schuh klemmte zwischen Pedalen
Bei der Befragung der Lenkerin erklärte diese, dass sie ohne Schuhe gefahren sei. Bis zum Anhalten wollte sie ihre Schuhe schnell wieder anziehen. Dabei verklemmte sich einer zwischen Gas- und Bremspedal und sie konnte nicht mehr bremsen.
Der Golf der Lienzerin musste von der freiwilligen Feuerwehr Huben in Osttirol mit Hilfe von Strickleitern und Seilen aus dem steilen Gelände geborgen werden.
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