Nach Krawallen
Ausnahmezustand in der Mongolei aufgehoben
Am Freitag unterzeichneten Parteienvertreter eine Erklärung, in der sie sich für eine friedliche Lösung des Konflikts aussprachen. Der asiatische Staat mit drei Millionen Einwohnern hatte sich 1990 gewaltlos von 70 Jahren kommunistischer Herrschaft befreit, die ersten Wahlen wurden 1992 organisiert. Trotz Problemen mit Korruption und einer sich vertiefenden Kluft zwischen Arm und Reich war die Entwicklung des Landes bislang friedlich vorangegangen.
Fünf Tote, Hunderte Verletzte
Nachdem sich die regierende Revolutionäre Volkspartei MRVP zum Sieger der Parlamentswahl erklärt und die Opposition ohne nähere Anhaltspunkte Manipulationsvorwürfe geäußert hatte, hatten am Dienstag rund 8.000 Oppositionsanhänger in Ulan Bator randaliert. Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden fünf Menschen getötet und 329 weitere verletzt. Die Parteizentrale der MRVP wurde niedergebrannt.
Der Sprecher der Wahlkommission, Purevdorjiin Naranbat, bezeichnete bei der Verkündung des Ergebnisses die Wahl als "fair". Die Stimmen seien mehrmals ausgezählt worden, dabei habe es stets dasselbe Ergebnis gegeben. Umfragen hatten die MRVP und die DP vor der Wahl gleichauf gesehen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.