Mo, 25. Juni 2018

Unmenschlich!

24.06.2008 16:34

Zwei Frauen sind in Pflegeheim wundgelegen!

Ein unglaublicher Pflegeheim-Skandal ist am Montag in der Nähe von Griffen im Bezirk Völkermarkt aufgeflogen. Laut bisherigen Erhebungen hat eine 48-jährige Frau illegal eine Pflegestelle für 15 ältere Menschen betrieben – die Zustände seien schrecklich gewesen. Nach einem Todesfall im Krankenhaus erfolgte eine Anzeige. Die Leiterin weist jede Schuld zurück. Die "Kärntner Krone" war vor Ort.

"Mir gefällts hier sehr!" Weinend wischt sich eine 85-Jährige die Tränen aus dem Gesicht. Sie lebt mit etwa 14 anderen Personen in einer illegalen Pflegestelle in Pustritz bei Völkermarkt. Die Behörden sind erst nach einem Todesfall im LKH Wolfsberg auf diesen Pflegeskandal aufmerksam gemacht worden.

Bis auf Knochen wundgelegen!
Menschenunwürdige Zustände boten sich den Beamten und Polizisten bei einer Hausdurchsuchung! "Die Patienten waren teils bis auf die Knochen wundgelegen und auf zwölf Quadratmeter lebten drei Personen", schildert Andrea Meisslitzer von der Aufsichtsbehörde: "Tiere werden oft besser gehalten!"

Besitzerin hatte keine Genehmigung
Ohne jedwede Genehmigung sollen die teils Pflegebedürftigen und Alkoholiker von einer 48-jährigen Hausfrau und zwei angestellten Helfern betreut worden sein. Dabei hatte ihr das Land dies 2005 verboten! Nun droht der Frau ein Strafverfahren wegen Quälens sowie Vernachlässigung unmündiger, wehrloser Personen und fahrlässiger Körperverletzung.

Beschuldigte im "Krone"-Gespräch
"Ich habe niemanden betreut", rechtfertigt sich die Beschuldigte, Zenzi Maria Rapatz, im Gespräch mit der "Kärntner Krone": "Ich habe nur vermietet, geputzt, gekocht. Dennoch wurde ich laufend kontrolliert, aber ich konnte es den Überprüfern einfach nie recht machen."

"Was hat die Chefin getan?"
Für die Betreuten werden Ersatzplätze gesucht. Für die älteren bringt das eine gewaltige Umstellung: "Was hat die Chefin getan, sie ist eine so Liebe", fragt sich eine 85-Jährige. Als Bezahlung hat die Besitzerin übrigens 80 Prozent der Pension und Pflegegeld kassiert.

Hannes Wallner/Kärntnerkrone

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