Hilflos gestorben

Tote Kärntnerin erst nach drei Wochen entdeckt

Kärnten
21.06.2008 20:10
Es ist ein Todesfall, der erschüttert und den es eigentlich so nicht geben darf! Eine Autistin (52), die aufgrund ihrer Erkrankung keinen Kontakt mehr zur Außenwelt ertragen hat, ist einsam und hilflos in ihrer vermüllten Wohnung gestorben. Erst nach Wochen wurde die Leiche entdeckt – die Frau wurde von niemandem vermisst.

Der Gestank in der Waidmannsdorfer Wohnsiedlung muss bereits unerträglich gewesen sein. "Die meisten Nachbarn haben Duftbäumchen aufgehängt", erzählt ein junger Mann, der letztlich die Polizei alarmiert hat. "Ich hatte mir Sorgen um die Frau gemacht, dazu der Geruch - daher habe ich Alarm geschlagen." 

Zu spät, wie er sich selbst eingestehen muss. "Alle wussten, dass die Frau Autistin war und nur noch mit Zettelchen mit der Außenwelt kommunizierte." Der 26-Jährige macht sich Vorwürfe, sich nicht eher um das Schicksal der psychisch Kranken gekümmert zu haben. Aber auch der Sozialstaat hat seiner Ansicht nach versagt: "Wo war ein Sozialdienst, eine Unterstützung?" 

von Kerstin Wassermann
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