Di, 19. Juni 2018

Wichtig fürs Ego

07.06.2008 20:40

Kicker-Erfolg färbt vor allem auf junge Männer ab

Innere Stärke, Motivation und Selbstwertgefühl werden durch die EURO 08 gepusht. Besonders Buben und junge Männer projizieren Erfolge ihrer Idole auf sich selbst. Allerdings funktioniert das nur, wenn unsere Kicker auch gute Leistungen bringen, erklärt der Linzer Primar Werner Schöny die Aufs und Abs eines Fanlebens.

Er selbst würde nicht darauf wetten, dass unsere Nationalelf die Vorrunde überhaupt übersteht. Aber der EURO kann der Primar des Linzer Wagner-Jauregg-Spitals trotzdem vieles abgewinnen - aus Therapeutensicht.

„Ein solches Großereignis bringt Spannung, das Erlebnis eines Fußballspiels kann auf harmlose Art die ganze Grundstimmung eines Menschen verbessern“, erklärt Schöny, „das Gefühl, dass die Mannschaft stark ist, wird auf einen selbst projiziert - ,wir sind stark, ich bin stark´.“ Motivation und Selbstwertgefühl steigen ebenfalls. Besonders Buben und junge Männer identifizieren sich sehr mit Fußballidolen. Mädchen suchen sich laut Schöny ihre Vorbilder weniger im Sport, „aber sie holen in dem Bereich auf“.

Probleme gibt es dann, wenn die Ergebnisse der österreichischen Mannschaft nicht zufriedenstellend sind - dann sinkt auch die Stimmung der Fans klarerweise in den Keller. Ein gutes Abschneiden bei der EURO 08 ist also für unsere Psyche nur von Vorteil. Zu heftiger Jubel, aber besonders die Aufregung bei einer Niederlage bekommt vor allem gesundheitlich Geschwächten auch körperlich gar nicht gut, warnen Linzer Kardiologen vor Herzinfarkten.

Im Stadion steigt das Herzinfarktrisiko
Josef Aichinger ist Kardiologe im Linzer Spital der Elisabethinen und rät zur Abkühlung bei zu starkem Fußballfieber.

Ein Fußballspiel kann gefährlich werden…
Durchaus, besonders im Stadion steigt das Adrenalin und bei Risikogruppen wie Diabetikern, Rauchern, Cholerikern, Herzkranken und Menschen mit Bluthochdruck die Infarktgefahr.

Was kann man tun?
Viel trinken, aber keinen Alkohol. Und versuchen, cool zu bleiben.

 

Foto: Ärztekammer

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