Messerscharf

Streit um Wappen auf dem Schweizer Messer

Ausland
06.06.2008 16:57
Ein neues Gesetz mit strengen Regeln zur Verwendung des Schweizer Wappens sorgt in der Eidgenossenschaft für Unmut: Der Bundesrat hatte im November einen Entwurf zur Erhaltung der "Swissness" mit Vorgaben zur Anbringung von Schweizer Kreuz, Flagge und Wappen herausgegeben. Darin ist unter anderem festgeschrieben, dass das Wappen, also das Schweizer Kreuz auf stilisiertem Schild, nur mehr vom Staat und dessen Einheiten verwendet werden darf.

Wie die Basler Zeitung "News" berichtet, schaltet sich nun auch der Markenverband Promarca in die skurrile Auseinandersetzung ein. Es sei zu begrüßen, die Marke Schweiz stärker zu schützen, Traditionsfirmen sollten aber ausgenommen sein, hieß es. 

Ohne Wappen ohne Wert
Der Wirtschaftsdachverband "Economiesuisse" macht sich sogar ernsthafte Sorgen um die Markttauglichkeit des "Sackmessers": Ein Offiziersmesser ohne Wappen sei längst nicht so gefragt wie die traditionelle Variante, kritisiert der Verband. Betroffen wäre von der Regelung ausgerechnet das berühmte Schweizer Messer von Victorinox, das als eines der Aushängeschilder der Schweiz gilt.

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